Online-Archiv
Missionssammlungen aus kolonialen Kontexten
Historische und dekoloniale Annäherungen
5. Mai 2026, 18:00 bis 20:00 Uhr
online via zoom
Ende 2025 hat der Vatikan 62 Artefakte an Nord-Kanada zurückgegeben, die aus dem Besitz von Inuit-Gemeinschaften stammen und zum Teil von katholischen Missionaren zur Missionsausstellung 1925 nach Rom gebracht wurden. Die Restitution dieser cultural belongings erzeugte neue Aufmerksamkeit für Missionssammlungen, die in kolonialen Kontexten entstanden sind.
Franziska Moosmann beleuchtet in ihrem Vortrag die Geschichte dieser Sammlungen, welche Artefakte weshalb von missionarischem Interesse waren und welches Wissen in Europa mit ihnen vermittelt werden sollte. Welche Bedeutung haben die Artefakte für die Missionssammlungen und welche Bedeutung haben sie für Menschen aus den Herkunftsgesellschaften? Diesen Fragen werden wir auf Grundlage dekolonialer Perspektiven aus Forschung und Kunst nachgehen. Nicht zuletzt wird diskutiert werden, inwiefern das Erinnern an Mission und Kolonialismus in Kirche und Gesellschaft transformierend in die Gegenwart und Zukunft hineinwirken kann.
Referentin: Franziska Moosmann
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e.V.. Die AKSB ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Die Katholische Akademie des Bistums Hildesheim ist Mitglied der AKSB.
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